Auf Exkursion: Roboter für Menschen mit Demenz mitentwickeln

Auf Exkursion: Roboter für Menschen mit Demenz mitentwickeln

Wie kann ein Roboter Menschen mit beginnender Demenz unterstützen? Rund 40 Fachpersonen aus der Community von GERONTOLOGIE CH besuchten das Digital Health Design Living Lab der ZHdK und brachten ihr Wissen in die Entwicklung eines Roboters ein.

Ein Roboter, der Gespräche führt, zu Aktivitäten anregt und Denkaufgaben stellt, könnte Menschen mit beginnender Demenz helfen, ihren Alltag möglichst selbstständig zu gestalten. Mit diesem Ziel entwickelt das Team um Anna Martin-Niedecken am Digital Health Design Living Lab der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) einen KI-basierten, sprachgesteuerten Roboter. Er trägt den provisorischen Namen «GRACE» und soll das Gedächtnistraining unterstützen und im Alltag als Gedächtnisstütze dienen.

Doch damit ein solches Hilfsmittel den Menschen tatsächlich hilft, muss es zu ihrer Lebenswelt passen. Bei der «en route»-Exkursion am 29. Oktober 2026 an die ZHdK brachten deshalb rund 40 Fachpersonen aus der Community von GERONTOLOGIE CH ihre Erfahrungen aus unterschiedlichen Bereichen ein. In zwei Workshopgruppen erkundeten wir gemeinsam anhand von zwei Personas das soziale Umfeld von Menschen mit beginnender Demenz: Wer sind wichtige Bezugspersonen? Welche Rolle spielen Vereine, Organisationen und Unterstützungsangebote?

Darauf aufbauend diskutierten wir, wer die Menschen mit dem Roboter vertraut machen könnte – etwa Angehörige, die Spitex oder die Hausärztin. Wir überlegten, wann und wie er sich in den Alltag einbinden lässt und welche Form er haben sollte, damit ihn die Zielgruppe möglichst gut annimmt.

Dabei wurde die Kraft von Co-Creation spürbar: Wir dachten gemeinsam weiter, hinterfragten Annahmen und zeigten auf, was die Menschen brauchen, wer sie unterstützt und wo Hürden liegen könnten. Diese Einblicke helfen dem Forschungsteam des Digital Health Design Living Lab, «GRACE» weiterzuentwickeln und auf den Alltag der Zielgruppe abzustimmen.

Die Exkursion zeigte zugleich, wofür GERONTOLOGIE CH als Netzwerkorganisation steht: Menschen über Fachgrenzen hinweg zusammenbringen, Forschung und Praxis verbinden und gemeinsam Lösungen entwickeln, die den Lebenswirklichkeiten älterer Menschen gerecht werden.

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