7. Nationale Fachtagung 2026

Am 3. September 2026 fand in Bern die 7. Nationale Fachtagung von GERONTOLOGIE CH statt. Im Zentrum stand eine Herausforderung, die unsere Gesellschaft zunehmend beschäftigt: Wie können wir gutes und selbstbestimmtes Altern auch unter den Bedingungen des Klimawandels ermöglichen?
Hitzewellen, Naturgefahren und andere Folgen des Klimawandels stellen insbesondere ältere Menschen vor neue gesundheitliche und gesellschaftliche Herausforderungen. Gleichzeitig greift es zu kurz, ältere Menschen ausschliesslich als vulnerable Bevölkerungsgruppe zu betrachten. Ihre Erfahrungen, ihr Wissen und ihre Ressourcen können einen wichtigen Beitrag zur gesellschaftlichen Resilienz und zur Anpassung an den Klimawandel leisten.
Die Fachtagung brachte Fachpersonen aus Forschung und Praxis zusammen und beleuchtete das Thema aus unterschiedlichen Perspektiven. Die Beiträge reichten von der historischen Einordnung von Hitze- und Dürreperioden über die Epidemiologie und Prävention von Hitzerisiken bis hin zu Fragen der Stadtplanung, des Gesundheitssystems und der Rolle von Kantonen und Gemeinden. Weitere Referate beschäftigten sich mit gesellschaftlichen und psychologischen Aspekten des Klimawandels, mit Generationenfragen sowie mit Naturgefahren und dem Recht auf Gesundheit.
Dabei stand immer auch die Frage im Raum, wie ältere Menschen nicht nur geschützt, sondern in ihrer Selbstbestimmung und Handlungsfähigkeit gestärkt werden können. Die Fachtagung zeigte zahlreiche Ansätze auf, wie Fachpersonen, Institutionen, Gemeinden und Politik dazu beitragen können, auch in einem sich verändernden Klima gute Bedingungen für das Altern zu schaffen.
Einblicke in unsere Fachtagung
Die Fachtagung in Cartoons
Auch dieses Jahr hat Adrian Weber unsere Fachtagung begleitet und die Referate live mit viel Humor in Cartoons festgehalten. So entstand ein ganz besonderer Blick auf die Themen des Tages. Das Resultat? Sehen Sie selbst …
Präsentationen
- Prof. em. Dr. Christian Pfister, Universität Bern
Die Dürrekatastrophe von 1540 im Vergleich mit der Hitze- und Dürreperiode von 2026
Präsentation ansehen - Jana Bühler, Schweizerisches Tropen- und Public Health Institut
Hitze im Alter: Epidemiologie und Prävention
Präsentation ansehen - Dr. phil. nat. Moritz Gubler, Universität Bern
Stay cool, Oldie! Argumente aus der Hitzeforschung
Präsentation ansehen - Dr. med. Federico Peter, Kanton Tessin
Hitzefolgen für den Kanton Tessin. Herausforderungen und Best Practice
Präsentation ansehen - Thomas Hug-Di Lena, urbanista.ch
Hitzeschutz, Grün und Begegnung: Stadtplanung für ein gutes Altern
Präsentation ansehen - Nora Schmidlin, INFRAS
Vulnerabilitäten gegenüber dem Klimawandel in der Schweiz
Präsentation ansehen - Prof. Dr. Jana Nikitin, Universität Wien
Altern als Ressource in der Klimakrise
Präsentation ansehen - Dr. Oriane Sarrasin, Universität Lausanne
Umweltpsychologie und Generationen
Präsentation ansehen - Pia Hollenstein, Klimaseniorinnen
Gesundheit als Menschenrecht: Der Klimaseniorinnen-Rechtsfall und seine Bedeutung im Praxisalltag
Präsentation ansehen - Claudius Rubin, Altersheim St. Barbara Lötschental
Zwischen Pflege und Evakuation: Naturgefahren im Wallis. Herausforderungen und Perspektiven im Kontext des Alters
Präsentation ansehen
Prix GERONTOLOGIE CH 2026
Ein besonderer Moment unserer Fachtagung war die Verleihung des Prix GERONTOLOGIE CH 2026. Mit dem Preis würdigt GERONTOLOGIE CH herausragende Arbeiten zu aktuellen Fragen rund um Alter und Altern.
Den 1. Platz erhielt Yves Bachofner für seine Masterarbeit «Nutzung digitaler Gesundheitsinformationen im Alter: Soziale Ungleichheiten, Barrieren und die Bedeutung von Kompetenzen und sozialer Unterstützung».
Den 2. Platz teilen sich Jeannette Jud mit ihrer CAS-Abschlussarbeit «Treffpunkt Musik 65+» und Nico Meier mit seiner CAS-Abschlussarbeit «Partizipative Angehörigengruppe: aktive Mitgestaltung von Kleingruppenaktivitäten im Pflegeheim für Menschen mit Demenz mit Begleitung der Soziokulturellen Animation».
Wir gratulieren den drei Preisträgern herzlich zu dieser Auszeichnung.
Sponsoren und Partner der Fachtagung
Zum Gelingen dieses Tages haben auch unsere Partner und Sponsoren wesentlich beigetragen. Für die wertvolle Unterstützung bedanken wir uns herzlich bei:
Age-Stiftung • Alzheimer Schweiz • Association Spitex privée Suisse ASPS • Berner Fachhochschule, Institut Alter • Bundesamt für Gesundheit BAG • Careum Weiterbildung • connect! gemeinsam weniger einsam • Institut et Haute Ecole de la Santé La Source • Margerite • medEdition Verlag • Nationales Kompetenzzentrum Alter ohne Gewalt • Nestlé Health Science • Revue Médicale Suisse • SmartLife Care AG • Stiftung Kreatives Alter • vatter&vatter AG • Verlag für wort-bild-kultur




















